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5G: Erfolgsfaktor für Wettbewerbsfähigkeit

Studie "Erfolgsfaktor 5G" von Roland Berger und IEF gibt Handlungsempfehlungen für erfolgreiche Einführung

02.05.2018

Für die mobile Datenkommunikation markiert das Ende des Jahres 2020 einen wichtigen Meilenstein: Der neue 5G-Mobilfunkstandard soll dann in Deutschland eingeführt werden und die Basis für eine umfassende Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft legen. Zukunftstechnologien wie das Internet der Dinge oder das autonome Fahren werden durch den 5G-Mobilfunkstandard anwendungsreif – für Deutschland und seine industrielle Kompetenz stellt dies einen wesentlichen Wettbewerbsfaktor dar. Politik und Wirtschaft müssen nun konzertiert handeln, damit das Land zum internationalen Leitmarkt für 5G-Anwendungen werden kann. Zu diesem Schluss kommen Roland Berger und die Internet Economy Foundation in ihrer neuen Studie „Erfolgsfaktor 5G“.

Die schnelle Datenkommunikation mittels 5G wird zum zentralen Hebel für die immer stärkere Automatisierung und effizientere Produktionsprozesse. „Wenn Deutschland seine industrielle Vorrangstellung halten will, muss das Land bei Entwicklung und Implementierung von Industrie 4.0 Vorreiter sein“, erläutert Klaus Fuest, Chefanalyst von Roland Berger, „Allerdings funktionieren Anwendungen wie fahrerlose Transportsysteme, mobile Werkzeuge, Roboter oder auch die Mensch-Maschine-Kollaboration nur mit einer hochleistungsfähigen Funktechnologie. Deshalb ist die schnelle Verfügbarkeit der 5G-Technologie eine wesentliche Voraussetzung.“

Um die Ausbaupläne zum Erfolg zu führen, haben Roland Berger und die IE.F in ihrer Studie sieben Handlungsempfehlungen ausgearbeitet. Dazu gehören neben der zügigen Vergabe der Frequenzen und dem Aufbau zusätzlicher Testfelder auch staatliche Investitionen in den Ausbau der nötigen Zugangsnetze, denn 5G funktioniert nur mit lokaler Glasfaseranbindung.

Außerdem sind politische Weichenstellungen wichtig. Dazu gehört vor allem eine rechtliche Grundlage für das National Roaming: Es sorgt dafür, dass alle Netze miteinander verknüpft und so Versorgungslücken vermieden werden. Außerdem muss sichergestellt werden, dass auch Unternehmen ohne eigene Frequenzen als virtuelle Netzbetreiber die Infrastruktur für ihre Lösungen und Angebote nutzen können. Denn nur wenn alle Anbieter von digitalen Innovationen den freien Zugang zum Markt haben, kann sich ein echter und fruchtbarer Wettbewerb der Ideen, Lösungen und Geschäftsmodelle entwickeln.

Die Studie finden Sie hier.

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