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5G-Projekt „Smart Country“

Entwicklung von Anwendungsfällen für intelligente Waldsensorik

Zusammen mit der Ostfalia Hochschule hat die Landwirtschaftskammer Niedersachsen das 5G-Projekt „Smart Country“ entwickelt. Ziel des Projekts ist die Entwicklung von Anwendungsfällen für intelligente Waldsensorik. Zudem sind die Niedersächsischen Landesforsten, die Stiftung Zukunft Wald und das Thünen-Institut am Projekt beteiligt.

Verschiedene Anwendungsgebiete, die mit 5G ermöglicht werden können, werden unter „Smart Forestry“ erforscht. Unterschiedliche Methoden erfassen und bewerten heutzutage den Waldbestand und -zustand, die Vitalität und Planung – etwa durch Zählungen, Luftbildaufnahmen oder Drohnenflüge.

Der neue Mobilfunkstandard soll diese Methoden erweitern. Künftig könnte der Baum der Zukunft beispielsweise mit Vitalitätssensoren ausgestattet sein. Ermöglicht werden können dadurch Waldfrühwarnsysteme, die dynamisch und in Echtzeit vor Trockenheitsschäden, Schädlingsbefall und Brandgefahr warnen. Durch ein 5G-Datennetzwerk sollen die am Baum erfassten Daten direkt in eine Plattform transportiert werden, den so genannten „Data Lakes“. Diese beschäftigen sich mit der intelligenten Analyse, sicheren Verwaltung und zielgerichteten Aufbereitung für verschiedene Nutzungssituationen von einer Vielzahl an Daten.

Durch das Projekt besteht nicht nur die Möglichkeit zur Entwicklung eines Frühwarnsystems, sondern auch zum Ausbau des Waldes als Informationssystem und Lernort. Zudem können digital erfasste Daten der Waldsensorik so aufbereitet werden, dass der Wald durch beispielsweise digitale Tafeln oder einer App den Spaziergängern, Joggern oder Wanderern digitale Informationen anbietet. Eine weitere Idee ist die Nutzung von Augmented Reality-Brillen, mit deren Hilfe in Zukunft unter anderem ein virtueller Blick in das Innenleben eines Ameisenhaufens oder Baumstamms realisiert werden kann.

Das Projekt zielt außerdem auf den Nutzen der vernetzten Holzernte ab. Holzerntemaschinen sollen als zentrale Geräte bei der Ernte Echtzeitdaten zum Rohstoff Holz übermitteln. Somit lassen sich die zuvor geplanten Erntemengen oder Weiterverarbeitungszwecke an die vor Ort vom vernetzten Erntegerät erfassten tatsächlichen Holzqualitäten und -maße anpassen. Dafür sind im Staatsforst des Lechlumer Holzes sowie im Privatwald des Rittergutes Lucklum Testfelder geplant.

Weitere Informationen finden Sie hier: Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

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