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5G treibt Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens voran

PwC veröffentlicht Studie

PwC hat die Studie „5G im Gesundheitswesen: Der Standard, der Standards setzt?“ veröffentlicht. Die Studie befasst sich mit den Implikationen der fünften Mobilfunkgeneration für die Gesundheitsbranche und wie sie die digitale Transformation vorantreiben kann.

Viele telemedizinische Anwendungen können durch das schnelle Datennetz realisiert werden. Beispielsweise sind das Fernoperationen, -untersuchungen, Sprechstunden per Internet und der Einsatz von KI in der Diagnostik.

5G ist der Treiber der Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens und zeichnet sich durch eine geringe Latenz im Bereich von maximal zehn Millisekunden, eine hohe Zuverlässigkeit und hohe Bandbreiten aus. Einen Nutzen daraus zieht insbesondere die Telemedizin, die auf die Verarbeitung von großen Datenmengen, die Möglichkeit zum Anschluss zahlreicher Geräte und den sicheren Umgang mit Informationen über Patienten angewiesen ist.

Das wirtschaftliche Potenzial von 5G liegt bis zum Jahr 2030 bei 1,3 Billionen US-Dollar. Davon entfallen 65 Milliarden US-Dollar auf den deutschen Markt. Im Gesundheits- und Sozialbereich trägt 5G mit 530 Milliarden US-Dollar zum globalen BIP bei.

5G ermöglicht den Einsatz von KI für eine verfeinerte Diagnostik und Virtual oder Augmented Reality das Gespräch zwischen Arzt und Patient, weil sich Befunde und Therapien plastischer darstellen lassen. Ortsunabhängig kann medizinische Expertise durch Remote-Operationen und -Untersuchungen zusammengebracht werden. So kann eine flächendeckende Versorgung sichergestellt werden.

Patienten werden aufgrund von telemedizinischen Anwendungen, wie mobiles Monitoring, Videosprechstunden und medizinische Wearables, unabhängiger von Ärzten. Das Pflegepersonal und das Gebäudemanagement können zudem durch Robotik im Krankenhaussektor entlastet werden.

Unternehmen sollten bereits jetzt notwendige Voraussetzungen schaffen und sich so mit der richtigen Netzarchitektur den Startvorteil sichern. Jedoch fehlt des den Unternehmen oft am Bewusstsein, dass 5G eine entsprechende digitale Infrastruktur benötigt. Spezielle Förderprogramme für 5G-Anwendungen werden von Bund und Ländern bereitgestellt. Kliniken können Mittel aus dem „Zukunftsprogramm Krankenhäuser“ erhalten.

Im Vergleich zu bisherigen Mobilfunktechnologien können durch 5G Campusnetze errichtet und Network Slicing genutzt werden. Campusnetze sind eigene, lokale Netze. Beim Network Slicing wird das Netz für bestimmte Anwendungen oder Nutzergruppen in Teilnetze untergliedert.

Neue telemedizinische Lösungen können durch den Ausbau einer 5G-Infrastruktur geschaffen werden, bergen aber zugleich das Risiko eines Hacker-Angriffs. Die Herausforderung ist die Gewährleistung der IT-Sicherheit. Krankenhäuser werden bereits heute Opfer von zahlreichen Angriffen aus dem Netz. 5G steigert den Grad der Vernetzung und die Anforderungen an die Cybersicherheit. Ein verlässliches Sicherheitskonzept, etwa ein Zero-Trust-Modell, mit dem niemand ohne Authentifizierungs-Zugang an Informationen gelangen kann, ist daher für Unternehmen essentiell. Des Weiteren benötigen Unternehmen ein umfassendes Konzept zum Datenschutz.

Die Studie finden Sie hier.

Weitere Informationen finden Sie hier: PwC.

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