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6G: Startschuss für übernächste Mobilfunkgeneration

Erste 6G-Konferenz in Finnland, auch Wissenschaftler von der Bergischen Universität Wuppertal waren beteiligt

18.04.2019

Wie sollen die immer komplexeren Daten in Zukunft mit adäquater Geschwindigkeit übertragen werden? Dieser und weiteren Fragen widmete sich im finnischen Lappland der weltweit erste Gipfel zur Planung der sechsten Mobilfunkgeneration. An der ausrichtenden Universität Oulu ist mit „6Genesis“ der weltweit erste Forschungscluster eingerichtet worden, der sich auf die 6G-Forschung konzentriert.

Heutzutage können Standardtechnologien wie die vierte Mobilfunkgeneration (4G) oder Wi-Fi in Frequenzbereichen von wenigen Gigahertz (GHz) Übertragungsraten von maximal 1 Gigabit/Sekunde (Gb/s) erreichen. Ab dem Jahr 2020 sollen für die fünfte Mobilfunkgeneration (5G) in Deutschland Datenraten von bis zu 20 Gb/s im 26-GHz-Band möglich sein. Gegenwärtige und auch die zukünftig verfügbaren Kapazitäten werden durch das exponentiell ansteigende, weltweite Datenvolumen auf kurz oder lang erschöpft sein. Der 6G-Gipfel in Finnland diente als Startschuss, um Lösungen für die Herausforderungen künftiger Mobilfunkstandards zu erarbeiten.

Die 6G-Forschung befasst sich mit der schwierigen technologischen Disruption von 5G bis 6G mit drei wesentlichen Zielen. Erstens, die Unterstützung der Industrie bei der Fertigstellung des 5G-Standards durch die Durchführung großer Pilotprojekte mit Hilfe des sich ständig weiterentwickelnden 5G-Testnetzes. Zweitens, die Entwicklung wesentlicher Technologiekomponenten, die für 6G benötigt werden. Drittens, die Beschleunigung der Digitalisierung der Gesellschaft durch die Einführung von 5G und schließlich 6G durch die Demonstration gezielter Anwendungsbereiche.

„Die anwesenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler waren sich einig, dass das Problem der eingeschränkten Kapazitäten in den vorhandenen Mobilfunkbändern durch höhere Trägerfrequenzen nahe dem Terahertz-Band gelöst werden kann“, berichtet Prof. Ullrich Pfeiffer von der Bergischen Universität Wuppertal. Der Wissenschaftler und sein Team vom Lehrstuhl für Hochfrequenzsysteme in der Kommunikationstechnik präsentierten vor Ort den Forschungsstand zu einer Ultra-Hochgeschwindigkeits-Funkstrecke. Neben einer Datenratenerhöhung auf bis zu 100 Gb/s konnten auch alle für den Frequenzbereich wichtigen Komponenten wie Antennen, Mischer und Verstärker kostengünstig auf einem Siliziumchip integriert werden, der wenige Quadratmillimeter groß ist.

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