COBRA-5G

Technische Universität Berlin

Projekttitel:
COBRA-5G – Container-basierte resiliente Architektur für 5G-Campus-Netzwerke

Fördergeber:
BSI – Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik

Konsortialführer:
Dr. Amina Ayadi-Mießen, HMF Smart Solutions GmbH

Projektkonsortium:
HMF Smart Solutions GmbH; Technische Universität Berlin; GT-ARC gemeinnützige GmbH; albis-elcon system Germany GmbH

Projektbeschreibung:
5G-Campusnetzlösungen sind ein aufstrebendes und zunehmend wichtiges Marktsegment für den Wirtschaftsstandort Deutschland, insbesondere durch den damit einhergehenden Digitalisierungsprozess in deutschen Schlüsselindustrien. Die zunehmende Komplexität von sicherheitskritischen 5G-Netzen stellt Administratoren vor neue Herausforderungen: Sie müssen nicht nur verstärkt unvorhersehbare Störfälle und Angriffe auf das System entdecken, sondern auch zeitnah auf diese reagieren. Unterschieden werden muss hierbei zwischen logischen Cyberangriffen, die zu einer Störung der eingesetzten Software führen, und physikalischen Angriffen, bei denen durch die bewusste oder unbewusste Aussendung von Störsignalen die Kommunikation von Endgeräten erschwert oder sogar verhindert wird.

Durch neue Standards wie Open-RAN ist es möglich, dass Komponenten verschiedener Provider im gleichen Netzwerk integriert sind und über vordefinierte Schnittstellen miteinander kooperieren. Weiterhin sind Netzwerkfunktionalitäten entweder in virtuellen Maschinen virtualisiert oder in Containern orchestriert und über das Netzwerk hinweg ausgerollt. Dieser Entwicklung folgend ist es notwendig, einen höheren Fokus auf die zertifizierbare IT-Sicherheit zu legen. Im Rahmen von COBRA-5G wird das Konsortium ein Ende-zu-Ende-Gesamtsystem aufbauen – Made in Germany!

In diesem Projekt soll die Grundlage gelegt werden, Systemangriffe jeder Art zu erkennen. Die angestrebten Lösungen der Partner im Projekt sind auf verschiedenen Ebenen angesiedelt: von der Absicherung des virtualisierenden 5G-Servers über die Steigerung der Fehlertoleranz der Orchestrierung bis zur dezentralen Detektion von Störausfällen und Angriffen auf die Infrastruktur sowie Durchführung von Gegenmaßnahmen auf dem Gesamtsystem, um die Minimalfunktionen des Netzwerkes zu gewährleisten. Es wird eine vollständige resiliente 5G- Campuslösung realisiert, deren Teilergebnisse von allen Partnern in der Verwertung nutzbar sind und neue Marktperspektiven eröffnen können. Das im Kontext von COBRA-5G ausgebaute Reallabor wird ebenfalls für zukünftige Projekte verwendet werden – der Nutzen erstreckt sich über eine Vielzahl von zukunftsrelevanten Themen, u. a. die autonome Mobilität und Smart Cities mit all ihren Herausforderungen. Die enge Kooperation mit Industriepartnern für den Nutzen und weiteren Ausbau dieser Infrastruktur (wie in COBRA-5G) ist von äußerster Wichtigkeit.

Das Projekt trägt zum Wissensaufbau und -transfer in den Bereichen Cybersecurity und digitaler Souveränität bei. Außerdem steigert es die allgemeine IT-Sicherheit von 5G/6G-Infrastrukturen und unterstützt den Ausbau der digitalen Souveränität Deutschlands. Sichere und robuste 5G- Infrastrukturen sind ein wichtiger Baustein, um neue Märkte, Kunden und Forschungsprojekte zu erschließen. Die Weiterentwicklung und der Ausbau von 5G-Campusnetzen sichert und schafft zukunftsträchtige Arbeitsplätze am Standort Deutschland.