SILKOSTU

Projekttitel:
SILKOSTU – Cyber-Sicherheit in der intelligenten 5G/6G-Kommunikation zwischen Verkehrs- teilnehmenden für eine lernende städtische Infrastruktur und höhere Verkehrssicherheit

Fördergeber:
BSI – Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik

Konsortialführer:
Leutrim Mustafa, consider it GmbH

Projektkonsortium:
consider it GmbH; Universität zu Lübeck; Giesecke+Devrient Mobile Security Germany GmbH; Freie und Hansestadt Hamburg – vertreten durch die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende

Projektbeschreibung:
Aktuell gibt es auf dem Markt keine Hardware-Software-Lösung, die alle drei Kommunikationsstandards (WLANp, C-V2X, 5G/6G) miteinander verbindet. In Europa ist noch nicht klar, welcher der Kommunikationsstandards sich durchsetzen wird. Für die Absicherung der Mobilfunkkommunikation mittels eUICC existieren parallel mehrere Standards. Existierende TEE (Trusted Execution Environment) liefern zwar hohe Sicherheit, wie sie von Anwendungen im 5G/6G-Bereich benötigt werden, sind aber aufgrund von Performance-Overheads nicht für den Einsatz im echtzeitkritischen 5G/6G-Bereich geeignet.

Vision ist die Erhöhung der Sicherheit in der intelligenten Kommunikation zwischen Verkehrsteilnehmenden und städtischer Infrastruktur, die Ermöglichung von Echtzeitkommunikation als Grundstein für automatisiertes und autonomes Fahren, die Optimierung der Verkehrslage, Priorisierung von Nahverkehr und Einsatzfahrzeugen, der Schutz von vulnerablen Verkehrsteilnehmern/-innen sowie der Umweltschutz.

Speziell in der Mobilität ist die direkte Vernetzung von allen Akteuren im Straßenverkehr ein essentieller Grundbaustein für sichere, effiziente und schließlich autonome Mobilität. Um diese Vernetzung zu ermöglichen, bedarf es neuer Kommunikationstechnologien, die Verkehrsteilnehmende miteinander vernetzen und hohen Sicherheitsanforderungen gerecht werden. Hohe Sicherheit in der Kommunikation zwischen den Geräten der Verkehrsinfrastruktur kann durch zusätzliche Hardware-Sicherheitsmodule gewährleistet werden.

Angestrebt wird die Entwicklung einer Hardware, die es erlaubt, Daten von verschiedenen Verkehrsteilnehmenden zu sammeln (entweder in Form eines Steuercomputers im Fahrzeug oder am Straßenrand) und verschlüsselt in einer Cloud zu speichern. Das bedeutet, dass die Hardware durch verschiedenen Sicherheitselemente ergänzt wird, die den Ansprüchen des Datenschutzes und des IT-Sicherheitsgesetzes 2.0 genügen.

Durch dieses Vorhaben werden insbesondere nationale Betreiber (Smart Cities) wie auch Hersteller der Industrie und Forschungseinrichtungen gestärkt, weil die Hardware- und Softwareelemente nach hiesigen Standards entwickelt und erprobt werden und Ergebnisse später somit weiter in Deutschland verwertet werden können. Der Standort Deutschland profitiert von den Ergebnissen, da die Positionierung in Wissenschaft und Technik bezüglich sicherer Kommunikation im Automobil- und Verkehrsbereich erweitern wird. Dadurch werden Ziele wie Emissionsverminderung und Vision-Zero (keine Verkehrstoten und keine Schwerverletzten) unter Einhaltung geltender Datenschutzverordnungen unterstützt und die Städte vertiefen ihr Image als Smart Cities.