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EHang-Flugtaxis nutzen künftig 5G-Netze von Vodafone

Chinesischer Anbieter für autonome Fluggeräte und Vodafone gehen Kooperation ein

29.10.2019

EHang, weltweit agierender Anbieter für Drohnen und Flugtaxis unterzeichnete einen Kooperationsvertrag mit Vodafone. Das Ziel sei die Entwicklung von kommerziellen Drohnen und Flugtaxis für Deutschland und Europa. Dazu sollen zukünftig alle autonomen Fluggeräte von EHang mit einer SIM-Karte von Vodafone ausgestattet werden.

In Zukunft sollen auch in Deutschland Drohnen zur Personenbeförderung und zum Gütertransport verwendet werden. Für Vodafone-CEO Hannes Ametsreiter sei dabei die verstärkte Mobilität ein wesentlicher Vorteil – Flugtaxis sehe er als Ergänzung von Autos, Rollern und Bahnen. Der Mobilfunk sei ebenfalls entscheidend: Jede Drohne ist davon abhängig und schnelle Netze regeln die Vorfahrt im Luftverkehr, so Ametsreiter. Der Mobilfunk werde somit zum Verkehrsleitsystem und mache Drohnen identifizierbar. Nach Meinung von Hu Huazhi, Gründer und CEO von EHang, ist 5G ein essentieller Baustein für den kommerziellen Einsatz von Drohnen. Nur 5G mache einen zentimetergenauen Start und eine exakte Landung möglich.

Laut einer Studie der Roland Berger Unternehmensberatung sei bis 2025 ein Einsatz von 100.000 Drohnen zur Personenbeförderung realisierbar – andere Studien nennen deutlich höhere Zahlen. Gründe für die hohe Nachfrage der autonomen Fluggeräte in Deutschland und Europa seien die Urbanisierung und die erhöhte Anzahl und Länge der Staus. Dem Einsatz stehen jedoch Schwierigkeiten entgegen, wie die öffentliche Akzeptanz, die Gesetzgebung für den Flugverkehr für Drohnen sowie die Schaffung einer Infrastruktur, so Vodafone.

EHang-Drohnen erhalten aus diesem Grund eine fest integrierte SIM-Karte von Vodafone. Per Mobilfunk können aktuelle Positionsdaten erfasst und die Drohnen zuverlässig gesteuert werden. Dazu werden Drohnen durch den Mobilfunk eindeutig erkennbar: Beispielsweise können im Falle einer unbemannten Drohne Sicherheitskräfte diese per Mobilfunk navigieren und sicher landen. Darüber hinaus tauschen die Drohnen untereinander per Mobilfunk Positionsdaten aus. Durch diese Informationen können Flugteilnehmer frühzeitig reagieren. EHang und Vodafone hoffen auf erfolgreiche Testflüge im deutschen Luftraum nach Bewilligung einer entsprechenden Gesetzgebung.

Weitere Vorteile für die Passagiere seien laut Ametsreiter der Erhalt von TV-Inhalten oder Streaming-Diensten in der Drohne oder die Möglichkeit, von Drohnen aus zu arbeiten. Bereits jetzt liefere EHang gemeinsam mit DHL in China Pakete durch Drohnentechnologie aus.

Weitere Informationen finden Sie hier: Vodafone.

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