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Graue-Flecken-Förderprogramm der Bundesregierung

Ziel ist die Schaffung gigabitfähiger Internetverbindungen

Neue Möglichkeiten und Veränderungen des täglichen Alltags werden durch die Digitalisierung für Menschen und Unternehmen geschaffen. Die Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung digitaler Möglichkeiten von Wirtschaft und Gesellschaft ist dabei eine flächendeckende Versorgung mit leistungsstarken Gigabitnetzen, die für alle Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen bereitgestellt werden.

Gigabitnetze stellen für die Wirtschaft einen wichtigen Standortfaktor im globalen Wettbewerb dar und sind Voraussetzung für neue Formen der Produktion, intelligente Mobilität, Innovationen im Gesundheitswesen, die Nutzung künstlicher Intelligenz, digitale Bildung und vernetztes Arbeiten. Einen Nutzen zieht die Gesellschaft aus dem vermehrten Einsatz von Home Office, hochauflösender Videodiensten, digitaler Einkäufe, digitaler Arztkonsultationen oder Gaming-Anwendungen und den Möglichkeiten digitalen Lernens in der Schule sowie in der Distanz.

Die Auslastung von verfügbaren Netzkapazitäten wird bereits heute durch Dienste, wie Videostreaming per Ultra HD (8K), Telemedizin, intelligente Verkehrssteuerung, Sensortechnik und Industrieanwendungen in Echtzeit sowie die parallele Nutzung von Home-Office, Home-Schooling oder Spielekonsolen und Mobilfunk, stark beansprucht. In Zukunft wird sich dies intensivieren, sodass die Netzwerkinfrastruktur den wachsenden Anforderungen zu jeder Zeit gerecht werden muss.

Das digitalpolitische Kernziel der Bundesregierung ist die Schaffung gigabitfähiger Internetverbindungen für alle Haushalte und Unternehmen in Deutschland. Die Bundesregierung unterstützt dafür Gebiete, in denen sich der Ausbau nicht rentiert und ein Marktversagen festgestellt wird, mit einer Neuauflage der Breitbandförderung – dem Graue-Flecken-Förderprogramm.

Für das Vorhaben werden vom Bund insgesamt 12 Milliarden Euro für die Förderung von Glasfaseranbindungen bereitgestellt. 50 bis 70 Prozent der Kosten des Gigabitausbaus werden als Wirtschaftlichkeitslücken- oder Betreibermodell sowie bis zu 100 Prozent der Ausgaben für externe Beratungs- und Planungsleistungen finanziert. Zudem sind die Bundesländer ebenfalls an den Kosten des Gigabitausbaus beteiligt. Die Finanzierung der Förderprojekte wird somit sichergestellt.

Seit dem 26. April 2021 sind alle Anschlüsse, denen im Download weniger als 100 Mbit pro Sekunde zuverlässig zur Verfügung stehen, förderfähig. Solange sozioökonomische Schwerpunkte, wie zum Beispiel Bahnhöfe, Häfen, Flughäfen und Behörden sowie kleine und mittlere Unternehmen sind unabhängig von einer Aufgreifschwelle grundsätzlich förderfähig, nicht bereits gigabitfähig erschlossen sind, sind diese ebenso förderfähig. Schulen, Krankenhäuser und Gewerbegebiete sind weiterhin jederzeit und bundesweit förderfähig, soweit noch kein Glasfaseranschluss in Planung oder erfolgt ist.

Im Graue-Flecken-Förderprogramm können Förderanträge zur Unterstützung des Gigabitausbaus von Kommunen, Landkreisen, kommunalen Zweckverbänden, anderen kommunalen Gebietskörperschaften und Unternehmen in öffentlicher Trägerschaft ab dem 26. April 2021 gestellt werden.

Zwei Projektträger, die jeweils für rund die Hälfte der Förderfälle zuständig sind, führen das Förderprogramm durch: atene KOM GmbH und PwC GmbH.

Weitere Informationen finden Sie hier: BMVI.

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