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Report von DIGITALEUROPE zum Stand der Konnektivität in Europa

Mutige Veränderungen sind nötig, um bei der Konnektivität in Europa den Weg zu ebnen

Der jüngste Bericht von DIGITALEUROPE über den Stand der Konnektivität in Europa zeigt, dass die Europäische Union den Wettlauf um die weltweiten Netze verliert und die Konnektivitätsziele für 2030 diesen Trend nicht umkehren werden.

Die Mitgliedstaaten haben sich verpflichtet, alle 5G-Frequenzbänder bis Dezember 2020 zuzuweisen. Mehr als ein Jahr nach Ablauf der Frist haben nur sieben Mitgliedstaaten Frequenzen aller drei 5G-Frequenzbänder zugeteilt, fünf haben noch keines der Frequenzbänder zugeteilt. Teure Frequenzpreise und uneinheitliche Auktionsregeln zählen laut dem Bericht zu den Hauptgründen für die Verzögerung. Die Fragmentierung erhöhe die Marktunsicherheit und mache viele europäische Länder für Unternehmen unattraktiv.

Um diesen Trend umzukehren, schlägt DIGITALEUROPE vier Schritte vor:

  1. Überarbeitung der Telekommunikationsverwaltung mit einem neuen Konnektivitätsgesetz, um eine stärkere europäische Vereinheitlichung zu erreichen. Die Mitgliedstaaten und die Kommission müssen eine gemeinsame Nutzung verbindlicher Entscheidungen auf europäischer Ebene in Betracht ziehen, vor allem in Bezug auf Frequenzen, um zu vermeiden, dass mit Blick auf 6G die gleichen Fehler wiederholt werden.
  2. Netzinvestitionen als politische und regulatorische Maßnahmen priorisieren. Ein neues Konnektivitätsgesetz sollte die Politik auf die Förderung von Investitionen in Netze ausrichten, wobei das Hauptkriterium für die zuständigen Behörden die Qualität der Dienste sowie die Abdeckung und nicht einzig die Höhe der Verbraucherpreise sein sollte.
  3. Umsetzung der Konnektivitäts-Toolbox der Kommission zur kurzfristigen Behebung der Investitionslücke.
  4. Volle Nutzung der verfügbaren öffentlichen Mittel im Bereich Konnektivität. Finanzinstrumente wie die RRF und die CEF Digital müssen in vollem Umfang genutzt werden, um als Katalysator für private Investitionen zu wirken.

 

Weitere Informationen finden Sie hier: DIGITALEUROPE.

Zum gesamten Bericht gelangen Sie hier: DIGITALEUROPE.

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