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Weltraumfähiges 5G stellt interkontinentale Verbindung zwischen Japan und Europa her

Ingenieure aus Japan und Europa schließen sich zusammen, um mehrere Geschäftsszenarien zu testen, die einen reibungslosen Wechsel zwischen terrestrischen 5G-Verbindungen und Satelliten erfordern

Die 5G-Technologie kann schnelle Datenverbindungen mit hohem Volumen bereitstellen, um die digitale Transformation der Gesellschaft voranzutreiben. Bei der internationalen Beförderung von Personen oder Objekten spielen Telekommunikationssatelliten eine entscheidende Rolle, um eine ständige Verbindung zu gewährleisten. Die internationale Konnektivität – zum Beispiel zwischen einem lokalisierten 5G-Netz am Hauptsitz eines Unternehmens und den Netzen in den jeweiligen Niederlassungen auf der ganzen Welt – könnte auch über Satelliten bereitgestellt werden. Ein reibungsloser Wechsel zwischen terrestrischen 5G-Verbindungen und Satelliten ist dabei unerlässlich, um sicherzustellen, dass alles und jede*r überall verbunden bleibt.

Dazu haben sich Ingenieure aus Japan und Europa zusammengeschlossen, um mehrere Geschäftsszenarien zu testen, die solche nahtlosen Übergänge erfordern. Zunächst testeten sie, ob es möglich ist, ein hochauflösendes 4K-Video in Sendequalität durch den Weltraum zu schicken. Damit sollte die Erfahrung von Passagieren an Bord eines Flugzeugs simuliert werden. Die große Entfernung zwischen Japan und Europa führt zu einer Zeitverzögerung, die die Verbindung schwieriger macht als bei kürzeren Entfernungen. Sie stellten fest, dass es selbst unter dem Einfluss solcher Verzögerungen möglich war, das Video von Japan nahtlos über Satelliten an ein Rechenzentrum in Europa zu senden.

Anschließend testeten die Ingenieure, ob sie Internet-of-Things-Daten, wie sie beispielsweise von Sensoren auf einer Offshore-Ölplattform generiert werden, per Satellit von Japan nach Europa senden können. Auch hier war der Test erfolgreich.

Schließlich wurde die Netzwerkqualität jedes Segments jeder Übertragung gemessen und die erfolgreiche Integration zwischen den terrestrischen 5G-Netzwerken und dem Satelliten validiert. Zudem demonstrierten sie die Fähigkeit des Systems, die Serviceanforderungen zu unterstützen. Darüber hinaus bewiesen sie, dass interkontinentale 5G-Satelliten- und terrestrische Netzwerke eine bedeutende Option für Campusnetzwerke und für stark verteilte Netzwerkbereitstellungen darstellen.

Die Experimente fanden im Januar und Februar 2022 statt. Sie sind Teil einer laufenden Vereinbarung zwischen der ESA und dem National Institute of Information and Communications Technology (NICT) in Japan, um gemeinsam an der 5G-Satellitenkommunikation zum Nutzen der europäischen und japanischen Bürger*innen und Industrien zu arbeiten.

 

Weitere Informationen finden Sie hier: ESA.

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