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Mit Quantenkryptografie sichere Kommunikation in Telekommunikationsnetzen schaffen

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierte Projekt „6G-QuaS“ entwickelt ein hybrides quanten-konventionelles kabelgebundenes Industrienetzwerk. Die Eigenschaft der Quantensuperposition soll dabei ermöglichen, eine hohe Sicherheit mit hoher Latenzzeit und Datendurchsatz zu erzielen.

Die zunehmende Digitalisierung und der damit einhergehende Anstieg des Austausches von personenbezogenen Daten stellt die Sicherheit und Leistungsfähigkeit von Kommunikationsnetzen vor neue Herausforderungen. Die wachsende Leistungsfähigkeit von Computern sowie neue Aktivitäten im Cyberspace erfordern mehr Datensicherheit bei hohen Datenraten und niedrigen Verzögerungszeiten.

Die bestehenden Verschlüsselungsmethoden haben den Nachteil, dass sie in Zukunft sehr schnell und einfach entschlüsselt werden können. Um dies zu verhindern, soll die Verwendung von sogenannten Quantenzuständen in einem Quantenkommunikationsnetz Abhilfe schaffen. Verschlüsselungsschlüssel sollen mithilfe von Quantenzuständen des Lichts codiert und untereinander ausgetauscht werden. Die Eigenschaft der Quantensuperposition ermöglicht im Gegensatz zur digitalen Welt weitere Kombinationen als nur „Null – 0“ und „Eins – 1“. So soll es Kommunikationsgeräten in Zukunft möglich sein, gleichzeitig Sicherheit, Latenzzeit und Datendurchsatz zu erzielen.

Der Netzwerkausrüster United Electronic Technology AG forscht gemeinsam mit seinem Tochterunternehmen albis-elcon und der TU Dresden an Quantentechnologien für die Sicherung der Kommunikation und Leistungssteigerung in industriellen Netzen für die Telekommunikation (6G-Quas). Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierte Projekt „6G-QuaS“ hat sich zum Ziel gesetzt, die Demonstration von Anwendungsmöglichkeiten für noch sicherere Kommunikation und Leistungssteigerung in industriellen Netzen und die Kombination von Quantentechnologien mit der bestehenden Telekommunikationsinfrastruktur zu ermöglichen. Damit möchte das Vorhaben zeigen, welche Vorteile ein Quantennetz mit neuen Verschlüsselungsprotokollen gegenüber bisherigen Systementwürfen hat.

Ein Demonstrator soll nach erfolgreichem Projektverlauf die Vorteile eines Quantennetzes mit neuen Verschlüsselungsprotokollen gegenüber bisherigen Systementwürfen aufzeigen sowie Patentmöglichkeiten demonstrieren und die Standardisierung solcher Netze fördern.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Initiative „Innovationshub für Quantenkommunikation“ mit 3,64 Millionen Euro gefördert und hat eine Laufzeit bis 2025.

 

Weitere Informationen finden Sie hier: United Electronic Technology.

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