Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik fördert Cybersicherheitsprojekte für 5G/6G-Technologien

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik fördert vier weitere Forschungsprojekte zur Cybersicherheit in 5G/6G-Technologien. Diese Projekte zielen darauf ab, sichere und resiliente Netzwerke zu entwickeln, industrielle Sicherheitsstandards zu verbessern und Bedrohungen in Echtzeit zu erkennen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat bekannt gegeben, dass es vier weitere Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich Cybersicherheit für 5G/6G-Kommunikationstechnologien aus der dritten Förderrunde unterstützt. Ziel der Projekte ist es, die Innovationskraft von Unternehmen zu stärken, die digitale Souveränität Deutschlands zu fördern und die Sicherheit von 5G/6G-Netzwerken zu erhöhen. Insgesamt vier Projekte wurden ausgewählt und sind zum 1. Juni 2024 gestartet:

5G-HyprMesh: Dieses Projekt konzentriert sich auf die Entwicklung sicherer und resilienter 5G-Mesh-Netzwerke, die besonders im Kontext von Smart Mobility eingesetzt werden. Ziel ist es, Sicherheitslücken in nicht-zellularen 5G-Technologien zu schließen und die Widerstandsfähigkeit des gesamten Netzwerks zu verbessern. Die Projektergebnisse sollen durch eine Telematikplattform demonstriert werden.

BaseSec: Im Projekt BaseSec wird eine Hardware-Sicherheitskomponente für 5G/6G-Basisstationen entwickelt, um die Vertrauenswürdigkeit dieser Systeme zu erhöhen. Ziel ist es, eine Handlungsempfehlung für die Evaluierung und Zertifizierung von Sicherheitskomponenten zu erstellen, um die Sicherheitsstandards in zukünftigen Netzwerken zu verbessern.

CSII – Cyber Security for Flexible and Interconnected Industry: Das Projekt CSII, an dem auch Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus NRW beteiligt sind, widmet sich der Cybersicherheit in der deutschen Industrie. Durch den Aufbau eines IT/OT-Prüflabors sollen Unternehmen in die Lage versetzt werden, ihre Digitalisierungslösungen ganzheitlich zu testen und zu validieren. Ein zentrales Ziel ist es, eine Zertifizierungsstelle zu schaffen, die Industrieunternehmen bei der Umsetzung von Sicherheitsstandards wie der NIS 2-Richtlinie und der EU-Maschinenverordnung unterstützt. Dadurch können Sicherheitsprüfungen effizient durchgeführt und gesetzliche Vorgaben besser eingehalten werden, was die Cybersicherheit in der industriellen Fertigung nachhaltig stärkt.

RADARS: Das Projekt entwickelt eine KI-basierte Anomalieerkennung für 5G/6G-Netzwerke, um Bedrohungen frühzeitig zu identifizieren und abzuwehren. Im Fokus stehen die Automatisierung der Sicherheitskonfigurationen und die Entwicklung von Methoden zur Detektion und Reaktion auf sicherheitsrelevante Anomalien in Netzwerken.

Das BSI zielt mit allen Projekten darauf ab, die Sicherheit und Resilienz von 5G/6G-Technologien in Deutschland zu verbessern und somit die Grundlage für sichere digitale Infrastrukturen zu schaffen.

 

Weitere Informationen zu den Projekten finden Sie hier: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.

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